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Bibel lesen, lernen und leben – Aramäisch

Aramäisch war lange Zeit die offizielle Amts- und Diplomatie-Sprache des alten Orients (ca. 700 bis 200 v. Chr.). Ursprünglich wurde sie in Keilschrift geschrieben und resultierte aus der mehrfachen Vereinfachung der alten sumerischen Silbensprache (über 2000 bekannte Zeichen) auf ca. fünfhundert gebräuchliche Schriftzeichen. Noch später ging man zur Verwendung der bis Heute im Hebräischen gebräuchlichen Quadratschrift über.

Aramäische Abschnitte im Alten Testament

Das AT einthält einige Abschnitte in Aramäisch:

Der Abschnitt der in Daniel 2,4 beginnt ist ein Zitat aus der offiziellen Verlautbarung des Königs (Nebukadnezar), das ohne Übersetzung in die Heilige Schrift aufgenommen wurde. Bei Esra 4,8 wird direkt angegeben, dass es sich um die Abschrift des Briefes an den König handelt. Bei Esra 7,12 kommt der Brief vom König. Die Abschnitte haben also klassisch diplomatischen Charakter

Aramäisch Sätze im Neuen Testament

Die Evangelien enthalten einige Sätze in Aramäisch:

Manche Forscher nehmen an, dass Jesus aramäisch gesprochen hat. Die oben genannten Bibelsellen zeigen das auch bzw. lassen diesen Schluß zu. Aber Jesus konnte auch Hebräisch, denn er las aus der Jesaja-Rolle, die ihm in der Synagoge gereicht wurde (Lukas 17,4;).
Ob er auch Griechisch (Koine) sprach oder evtl. auch lateinisch ist nicht überliefert. Von Paulus ist z.B. anzunehmen, dass er diese vier Sprachen beherrschte.

Im Projekt ADNT (aramäisch deutsches Neues Testament) wird der Versuch unternommen die Umgangssprache zur Zeit Jesu als Grundlage der Evangelien zu rekonstruieren. Überliefert wurden uns aber nur die griechischen Versionen der Evangelien. Die Rekonstruktion ist darum an vielen Stellen nicht schlüssig.

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