Das ewige Evangelium
Sind wir erlösungebedürftig?
Wir sehen uns selten in direkter Linie mit dem Sündenfall. Von Adam und Eva wissen wir alle um unsere Grenzen oder unser Versagen. Wenn wir ehrlich sind, erkennen wir: Wir sind auch außerhalb unserer dunklen Stunden erlösungsbedürftig.
Jesus sagt in Markus 2,17: Die Starken bedürfen keines Arztes, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.
Darum gilt die befreiende Botschaft des Evangeliums von Christus für alle, die sich nach Erlösung sehnen.
Held versprochen
Schon direkt nach dem Sündenfall wird in 1Mo 3,15; ein Erlöser angekündigt, der den Widersacher zertritt. In 1Mo 49,10; wird von einem Held gesprochen, der aus dem Stamm Juda kommt. Und so werden nach und nach viele Einzelheiten Jahrhunderte im Voraus angekündigt, die Jesus als verheißener Erlöser tun oder erfahren sollte. Besonders der Evangelist Matthäus bezieht sich auf viele dieser Ankündigungen und zeigt auf wie sie sich konkret im leben Jesu erfüllt haben.
- Geburt
- Taufe
- Wirken und Botschaft
- Suchen was verloren ist (neue Orientierung)
- Sinn des Gesetzes I + II (zurück zur Quelle)
- Lebens-Ziel, -Focus (Prioritäten)
- Aufruf zur Wachsamkeit (ein aufmerksamer Lebensstil)
- Abendmahl und Vermächtnis
- Tod
- Auferstehung
- Auftrag
- Himmelfahrt
- Wiederkunft
Weihnachten: Geburt Christi
Der Beginn dieser Erfüllung liegt in Weihnachten, der Geburt Jesu unter ärmlichen Bedingungen. Hier wird Gott, der Schöpfer selbst zum Geschöpf, setzt sich den Strapazen aus und stellt sich den Herausforderungen eines Menschenlebens. Die Lüge des Widersachers, dass der Mensch wie Gott werden könnte, wird entkräftet, indem Gott selbst Mensch wird.
Jesu Jugend
Über Jesu Jugend wird relativ wenig berichtet. Es wird gesagt, dass schon seine Eltern mit ihm nach Ägypten flohen, um sich den Häschern des Herodes zu entziehen (vergl. Matthäus 2,18;). Später werden die Ereignisse um einen Tempelbesuch Jesu erzählt. In diesem Zusammenhang diskutierte der zwölfjährige Jesus mit einigen Schriftgelehrten und versetzt diese in Erstaunen über seine fundierten Schriftkenntnisse (vergl. Lukas 2,41-52;).
Die Taufe Jesu
Jesus besucht nach dem Bericht der Evangelien (Matthäus 3,13-17;) Johannes den Täufer. Er lässt sich vor Antritt seines öffentlichen Auftretens durch Untertauchen taufen.
Jesu Wirken und Botschaft
Suchen was verloren ist
… oder … Das Angebot Gottes / Jesu an alle, die bereit sind sich ihre Grenzen eingestehen.
Jesus sagt in einem kompakten Satz in Markus 2,17; sagt: Ich bin gekommen zu suchen was verloren ist.
Er unterstreicht das in seiner öffentlichen Verkündigung mehrfach mit anschaulichen Gleichnissen.
- Johannes 3,15;
- Das verlorene Schaf (Lukas 15,1-7; Matthäus 18,10-14;)
- Der verlorene Sohn (Lukas 15,11-32;)
- Der verlorene Groschen (Lukas 15,8-10;)
Sinn des Gesetzes I: Bergpredigt
In der Bergpredigt erklärt Jesus das Gesetz als grundlegende Lebensregeln im Sinne des Gesetzgebers. Damit stellt er sich in einen deutlichen Gegensatz zu den frommen Gebräuchen und Meinungen seiner Zeit. Dabei betont er, dass Gedanken und Motive die Ursache für unser Handeln darstellen. Das als soll Teil der Betrachtung berücksichtigt werden.
Sinn des Gesetze II: Liebe
Im doppelten Liebesgebot erinnert Jesus an den Kern und Sinn des Gesetzes: Liebevolle und heile Beziehungen zu Gott und Menschen als Motiv des Gesetzes, Quelle von Vernunft und zentrale Lebensregel, indem er auf längst bekannte Aussagen des Alten Testaments zurückgreift (3Mo 19,18; 5Mo 6,5; Matthäus 22,37; Mk 12,30; Lukas 10,27;).
Lebens-Fokus, Prioritäten
Jesus greift in zwei kurzen Gleichnissen den Wert und die Beziehung auf. Heute würden wir den sportlichen Ehrgeiz oder beruflichen Einsatz aufgreifen, mit dem man wichtige Ziele im Leben anstrebt.
- Schatz im Acker (Matthäus 13,44)
- Kostbare Perle (Matthäus 13,45)
Aufruf zum aufmerksamen Leben
Jesus fordert uns zu einem aufmerksamen Lebensstil auf. Er formuliert das unterschiedlich: (Darum) wachet!
, Seid bereit!
. Oder er unterstreicht das mit kurzen anschaulichen Beispielen.
- Gleichnis vom Hausherrn und vom Dieb (Mt 24,42;)
- Gleichnis von den zehn Jungfrauen (Mt 25,13;)
- Gleichnis vom Feigenbaum (Mk 13,33;)
- Gleichnis vom Verwalter (Mk 13,37;)
- Gleichnis vom Treuen Verwalter (Lukas 12,40;)
Abendmahl und Vermächtnis
Bei dem letzten Abendessen mit seinen Jüngern am Passa führt Jesus das Abendmahl als Erinnerungs-Symbol-Handlung ein. Er verknüpft dabei Brot und Wein mit seinem Leben und Sterben.
- Matthäus 26,17-30;
- Markus 14,12-25;
- Lukas 22,7-23;
Golgatha
Auf Golgatha wird Jesus grausam zwischen zwei Verbrechern von den Römern gekreuzigt. Er stirbt dort wie im Alten Testament vorausgesagt. Er opfert sich stellvertretend für uns in der Gottesferne in den zweiten Tod. Die Jünger reagieren verstört, ängstlich und depressiv.
- Matthäus 27,31-56;
- Markus 15,21-41;
- Lukas 23,32-49;
- Johannes 19,17-37;
Auferstehung
Den zu Unrecht verurteilten und Hingerichteten aber kann das Grab nicht halten und Jesus steht von den Toten auf und sprengt
das Grab. Die Jünger wollen dieses einmalige Ereignis in der Geschichte zuerst nicht glauben und lassen sich nicht leicht von Jesus überzeugen.
- Matthäus 28,1-15;
- Markus 16,1-8;
- Lukas 24,1-49;
- Johannes 20,1 - 21,35;
Himmelfahrt
Nach der Auferstehung bleibt Jesus noch ein paar wenige Tage bei seinen Jüngern und verlässt dann diese Welt um zu seinem Vater zurückzukehren.
- Matthäus 28,16-20;
- Markus 16,9-20;
- Lukas 24,50-53;
- Apostelgeschichte 1,1-14;
Wiederkunft
Wir haben direkte Aussagen Jesu zur Wiederkunft. Wir haben viele Gleichnisse. Es geht darum, dass der (Haus-) Herr (wieder-) kommt. Schon das Alte Testament kündigt die Wiederkunft an. Die Offenbarung entfaltet das Thema mit vielen Einzelheiten.
- Johannes 14,1-3;
- Johannes 14,28;
- Apostelgeschichte 1,11;
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