Das Gilgamesch-Epos Version B
Tafel
Der alles gesehn hat überall, das Land regierte. Der die Ferne kannte, Jegliches erfaßt hatte. … er gleichermaßen; Alles an Kenntnis der Dinge allzumal hatte Anu ihm bestimmt. Verwahrtes auch sah er, Verborgenes erblickte er; Hat Kunde gebracht von vor der Sintflut. Fernen Weg befahren, war dabei matt einmal und wieder frisch. Auf einen Denkstein hat er die ganze Mühsal gemeißelt. Die Mauer um Uruk-Gart ließ er bauen. Um das heil'ge Eanna, den strahlenden Hort. Sieh an seine Mauer, deren Friese wie Bronzeschalen scheinen! Ihren Sockel beschau, dem niemands Werk gleicht! Auch den Blendstein faß an - der seit Urzeiten da ist! - Nahe dich Eanna, dem Wohnsitz Ischtars - dass kein späterer König, kein Mensch ebenso machen kann! Auch steig auf die Mauer von Uruk, geh fürbaß. Prüfe die Gründung, besieh das Ziegelwerk! Ob ihr Ziegelwerk nicht aus Backsteinen ist. Ihren Grund nicht legten die sieben Weisen! Ein Sar die Stadt, ein Sar die Palmgärten, ein Sar die Flussniederung, dazu der (heilige) Bereich des Ischtartempels: Drei Sar und den (heiligen) Bereich von Uruk umschließt sie. Sieh dir an die Urkundenkapsel aus Kupfer. Nimm ab davon das Schloß aus Bronze! öffne die Tür vor seinem verborgenen Schatz. Komm und lies gründlich die Lapislazuli-Tafel. Die erzählt, wie er, Gilgamesch, durch alle Beschwernisse zog! überragend ist er weit voran den Königen, der Ruhmreiche von schöner Gestalt. Der heldenhafte Abkömmling von Uruk, der stößige Stier. Er geht voran, ist der Allererste; Er geht hinterher, ist die Stütze seiner Brüder. Ein starkes Kampfnetz, der Schirm seines Heerbanns; Eine wilde Wasserflut, die Steinmauern zerstört. Sproß des Lugalbanda, Gilgamesch, der an Kräften Vollkommene. Kind der erhabenen Kuh Rimat-Ninßun. Der Wildstier Gilgamesch, der Vollkommene, Ehrfurchtgebietende. Der da fand die Eingänge in das Gebirge. Der dürstete nach den Zisternen am Rand des Steppenlandes. Der die See überfuhr, das weite, zum Sonnenaufgang hin liegende Meer. Der die Weltränder ins Auge faßte, überall das Leben suchend. Der in seiner Stärke gelangte bis hin zum fernen Utnapischtim. Der die Städte wiederherstellte, die die Sintflut vernichtet hatte. Nicht … für die umwölkten Menschen. Der mit ihm verglichen werden könnte für das Königtum. Der wie Gilgamesch sprechen könnte: Ich bin der König!
Gilgamesch, seit dem Tage, an dem er geboren wurde, ist sein Name herrlich. Zwei Drittel an ihm sind Gott, ein Drittel nur Mensch. Das Bild seines Leibes hat ihm die Mach … … Sie bereitete seine Gestalt … … ist prächtig
… [Zeile fehlt] … [Zeile fehlt].
In den Hürden von Uruk geht er einher. Wilde Kraft setzt er ein gleich dem Wildstier, erhabenen Schrittes! Keinen Nebenbuhler hat seiner Waffen Aufbruch! Durch seine Trommel sind dauernd im Gang seine Gesellen. Immer neu regten sich auf die Mannen von Uruk über willkürliches Tun. Nicht lässt Gilgamesch den Sohn zum Vater. Am lichten Tag und bei Nacht bäumt er sich wild auf. Gilgamesch ist der Hirte von Uruk-Gart. übermächtig, stattlich, kundig und weise! Nicht lässt Gilgamesch die Jungfrau zum Geliebten. Die Tochter des Helden, die Gemahlin des Mannen. Ihre Klage hörten so oft die großen Götter. Die Götter des Himmels riefen Uruks Herrscher Anu: Schufest nicht du den trotzigen Wildstier? Keinen Nebenbuhler hat seiner Waffen Aufbruch. Durch die Trommel sind aufgestört seine Gesellen; Nicht lässt Gilgamesch den Sohn zum Vater. Am lichten Tag und bei Nacht trotzt er ganz wild! Und er ist nun der Hirte von Uruk-Gart. Er, ihr Hirte - und dennoch bedrückt er sie! übermächtig, stattlich, kundig und weise! Nicht lässt Gilgamesch die Jungfrau zum Geliebten. Die Tochter des Helden, die Gemahlin des Mannen.
Ihre Klage hörte immer neu der erhabene Anu; Aruru rief man, die große: Du, Aruru, hast geschaffen, was Anu befahl! Nun erschaffe, was er befiehlt! Dem des andern sei gleich dessen Herzensungestüm! Wettstreiten sollen sie - Uruk erhole sich!
kaum dass Aruru dieses hörte, schuf sie sich im Herzen, was Anu befahl; Aruru wusch sich die Hände, Kniff sich Lehm ab, warf ihn draußen hin. Enkidu, den gewaltigen, schuf sie, einen Helden, einen Sprößling der Nachtstille, mit Kraft beschenkt von Ninurta mit Haaren bepelzt am ganzen Leibe, mit Haupthaar versehen wie ein Weib: Das wallende Haupthaar, ihm wächst's wie der Nisaba! Auch kennt er nicht Land noch Leute: Bekleidet ist er wie Sumukan! So verzehrt er auch mit den Gazellen das Gras. Drängt er hin mit dem Wilde zur Tränke. Ward wohl seinem Herzen am Wasser mit dem Getier.
Auf ihn nun stieß gegenüber der Tränke, ein Jäger, ein gewalttät'ger Mensch: Einen ersten Tag, einen zweiten und dritten stieß er auf ihn gegenüber der Tränke. Da ihn sah der Jäger, ward reglos sein Antlitz; Er trat mit seinen Tieren in sein Haus. Geriet in Erregung, wurde starr und stumm. Verstört war sein Herz, sein Antlitz umwölkt; In seinem Gemüt hielt Einzug der Harm. Einem Wandrer ferner Wege war gleich sein Antlitz.
Rühmen will ich mich in Uruk: Der Starke bin ich!
Zieh ich ein, so ändre ich die Geschicke! Der geboren in der Steppe - er hat ja Kräfte! -.
Tafel
[Der Text folgt hier der altbabylonischen Fassung, welche die Begegnung zwischen Enkidu und der Schamkat anders einordnet. Schamkat
ist der babylonische Ausdruck für die Tempeldienerin oder Priesterin der Liebesgöttin und sollte nicht mit Dirne
oder Hure
übersetzt werden.].[]
Enkidu saß vor der Schamkat; Es umschmeichelten einander die beiden. Die Steppe vergaß nun Enkidu, wo er geboren ward.
Ein Gewand zog sie
[drei Verse fehlen]
Pflegt' er die Milch des Getiers zu saugen. Sie setzten ihm Speise vor, er sah genau hin, Er schaut und guckt Nicht weiß Enkidu Brot zu essen. Rauschtrank zu trinken ward er nicht gelehrt! Die Schamkat tat den Mund auf und sprach zu Enkidu: Iß das Brot, Enkidu, das gehört zum Leben! Trink den Rauschtrank, wie's Brauch ist im Lande!
Brot aß Enkidu, bis er gesättigt war, Trank den Rauschtrank - der Krüge sieben! Frei ward sein Inneres und heiter, Es frohlockte sein Herz, und sein Antlitz erstrahlte! - Mit Wasser wusch er ab seinen haarigen Leib: Er salbte sich mit öl und wurde dadurch ein Mensch. Ein Gewand zog er an, wie die Männer ist er nun. Seine Waffe nahm er, gegen die Löwen anzugehen; Es legten sich nachts schlafen die Hirten! Er erschlug die Wölfe, verjagte die Löwen. Es ruhten die alten Hüter: Enkidu ist ihr Wächter. Der wache Mensch, der eine Mann.
[Lücke von Versen. Enkidu ist mit der Schamkat zusammen: ]
Der Wollust ergibt er sich. Da er aufhob die Augen, erblickt' er einen Menschen! Zur Schamkat sprach er: Schamkat, laß den Menschen fortgehen! Weswegen kam er? Seinen Namen will ich rufen!
Die Schamkat rief den Menschen an, Trat zu ihm hin und sprach zu ihm: Mann, wohin eilst du? Worum geht dein Mühen?
Der Mann tat den Mund auf und sprach zu Enkidu: Zum Hochzeitshause lud man mich ein. Das Schicksal der. Leute ist die Erstwahl zur Brautschaft!
[Gilgamesch nahm das jus primae noctis für sich in Anspruch; Die Männer in Uruk mussten ihm dann ihre Häuser offen halten. Das Netz der Leute
(sh. folgende Verse) trennt den Schlafraum vom Wohnraum ab.]
Auf den Tisch häufte ich die Festspeisen. Die köstlichen Gerichte des Hochzeitshauses. Für den König von Uruk-Markt als Erstwerber Ist geöffnet das Netz der Leute! Für Gilgamesch, den König von Uruk-Markt, als Erstwerber, Ist geöffnet das Netz der Leute! Die, so zu Ehefraun bestimmt sind, beschläft er, -Er zuvor, danach erst der Ehemann: Nach göttlichem Rat ist's geboten, Schon als man ihm abschnitt die Nabelschnur, Ward's ihm bestimmt. Auf des Mannes Wort Wurde bleich sein Antlitz.
[Lücke von Versen]
Voran geht Enkidu, und die Schamkat ihm nach. Da er hineingekommen nach Uruk-Markt, Scharte um ihn sich die Bürgerschaft; Da er stehn bleibt auf der Straße von Uruk-Markt, Sind geschart auch die Leute und sprechen von ihm: Er gleicht an Gestalt dem Gilgamesch, Ist jedoch kleiner an Wuchs, aber überaus stark. Vielleicht, wo er geboren wurde, aß er die Kräuter des Frühlings,. Saugte immer wieder ein die Milch des Getiers. Dauernd fanden in Uruk Opfer statt. Die Mannen reinigten sich, Wie schwache Kindlein küssen sie seine Füße: Hingestellt ist eine Leier für den Mann, dessen Gesicht gleichmütig ist; Für Gilgamesch ist wie für einen Gott eine Opfergabe hingestellt.. Der Ischchara ist schon das Lager gerüstet, Gilgamesch war mit der jungen Frau in der Nacht zusammengekommen.
[Ischchara ist eine Göttin, der Ischtar verwandt. Es ist hier von der heiligen Hochzeit
die Rede, die der Stadtfürst von Zeit zu Zeit mit einer Priesterin oder einer noch unberührten Frau als Vertreterin der Göttin feierte, um dem Land die Fruchtbarkeit zu erhalten.]
Als er herankam, trat ein Mann hin auf der Straße, Versperrte den Weg dem Gilgamesch,
[Lücke von Versen]
Gilgamesch … über ihm … zürnt er … Er machte sich auf und ging auf ihn zu, Sie stießen zusammen auf dem Markte des Landes. Enkidu sperrte das Tor mit dem Fuß. Dass Gilgamesch eintrat, gab er nicht zu. Da packten sie sich, gingen in die Knie wie Stiere, Zerschmetterten den Türpfosten, es erbebte die Wand! - Gilgamesch und Enkidu - Ja, sie packten sich, gingen in die Knie wie Stiere, Zerschmetterten den Türpfosten, es erbebte die Wand! - Als Gilgamesch ins Knie sank, am Boden den Fuß - Da verrauchte sein Zorn, er wandte seine Brust. Sobald er gewandt seine Brust, Sprach Enkidu zu ihm, zu Gilgamesch: Wie so einzig gebar deine Mutter dich. Des Geheges Wildkuh, Rimat-Ninßun! (Parallele: aT; VI,f)
[Für die jüngere Fassung des Epos war diese Frau die Mutter des Gilgamesch]
Erhöht ist über die Männer dein Haupt. Dir bestimmte der Leute Königtum Enlil! Die Fürsten der Welt überragt deine Kraft …
[Es scheint, als habe Rimat-Ninßun ihr Befremden üher das noch immer wunderliche Aussehen Enkidus zu erkennen gegeben. Die folgenden Verse aus der altbylonischen und der jüngeren Fassung könnten Gilgameschs Antwort hierauf bieten: ]
Bitterlich klagt er … Nicht hat Enkidu Vater und Mutter; Sein loses Haupthaar wurde niemals geschnitten, In der Steppe ist er geboren, so erzog ihn niemand.
Es stand Enkidu da, er vernahm seine Rede, Seine Augen füllten mit Tränen sich, Weh ward ihm zumute, … mühte er sich ab; Enkidus Augen füllten mit Tränen sich, Weh ward ihm zumute, … mühte er sich ab. Sie faßten einander, zusammen sich setzend. Die Hände verschränkend wie Liebende - Gilgamesch neigte sein Antlitz herab - Und sprach zu Enkidu: Mein Freund, warum sind gefüllt deine Augen mit Tränen, Ward weh dir zumute, mühtest … du dich ab?
Enkidu tat den Mund auf und sprach zu Gilgamesch: [! Hebraismus! ] Die Klagen, mein Freund, machten meinen Nacken starr; meine Arme sind erschlafft, meine Kraft ward geschwächt. Gilgamesch tat den Mund auf und sprach zu Enkidu:
[vier Verse fehlen]
Im Wald wohnt der reckenhafte Chumbaba, Ich und du, wir wollen ihn töten, Aus dem Lande tilgen jegliches Böse! Laß uns fällen den Zederbaum!
[drei Verse fehlen]
Enkidu tat den Mund auf und sprach zu Gilgamesch: Ich erfuhr es, mein Freund, im Steppenland Da umher ich streift' mit dem Wild: Auf sechzig Doppelstunden liegt unberührt der Wald* Wer ist's, der hinab in sein Inneres steige? Chumbaba - sein Brüllen ist Sintflut, Ja, Feuer sein Rachen, sein Hauch der Tod!.
[ein Vers fehlt]
Zum Wald will ich ziehen, der Wohnstatt Chumbabas, Eine Axt und ein Schwert sollen mir Helfer sein! Du bleibe nur hier, ich werde hinziehn. Enkidu tat den Mund auf und sprach zu Gilgamesch: Wie sollen wir hinziehn … zum Walde der Zeder? Sein Wächter ist Wer [oder
Werwer
eine Wettergottgestalt] … Stark ist er und schlummert nimmer. Chumbaba … , Wer ist mit ihm, Adad … Zu bewahren die Zeder hat Enlil ihn Als Schrecknis bestimmt für die Leute! Und wer hinab in den Wald steigt - Lähmung packt ihn!
Gilgamesch tat den
[fünf Verse fehlen]
Ich will Hand anlegen, die Zeder abhaun, Einen Namen, der dauert - mir will ich ihn setzen! Jetzt, mein Freund, will ich zum Waffenschmied mich aufmachen! Beile soll man gießen vor uns.
Sie faßten sich an, zu den Schmieden zu eilen: Da saßen die Meister, pflogen Rats, Beile, große, gossen sie, Axte zu drei Talenten gossen sie; [ Talent = Pfund] Schwerter, große, gossen sie - Die Klingen zu zwei Talenten. Die Knijufe zu dreißig Pfund an den Griffen, Sie brachten Schwerter zu dreißig Pfund, von Gold! Gilgamesch und E
Ich will ziehen zum reckenhaften Chumhabal Den Gott, von dem man redet, will ich sehen! Dessen Namen die Lande im Munde führen - Den will ich ereilen im Zedernwald! dass gar stark der Sproß von Uruk ist, Will ich hören lassen das Land! Ich will Hand anlegen, die Zeder abhaun, Einen Namen, der dauert - mir will ich ihn setzen!
Die Ältesten von Ur
[acht Verse fehlen]
Dein Schutzgott m
Aus Gilgameschs Augen rannen die Tränen: … . einen Weg, den ich nimmer befahren. Auch kenne ich gar nicht seinen Wandel, o mein Gott! Soll ich da heil am Leben bleiben, So will ich dir dienen nach Herzenslust, Will mich sättigen am Haus in deiner Wonne Will dich sitzen lassen auf Thronen.Nun brachten die Knechte herbei sein Gewaff: Große Schwerter, Bogen und Köcher waren es. … händigten sie ein. Er nahm sich Beile, Hing um seinen Köcher, den Bogen von Anschan, An seinen Gürtel legt' er das Schwert. Die Mannen gehn fürbaß, … bringen sie heran:
Gilgamesch, Wann wirst du ihn zurückbringen können zur Stadt?
Das für die . Tafel sehr schlecht erhaltene jüngere Epos erzählt einiges etwas anders. Nach einem kürzlich gefundenen Tafelbruchstück antwortet Gilgamesch auf die Warnung derÄltesten, dass er (gegen Chumbaba) ziehen werde und dann nach der Rückkehr in Uruk das Neujahrsfest (des Frühjahrs) feiern wolle. Freudengesange sollen ertönen und elluri
[elluri'
, jilurt
oder allari
, alliri
ist als Ruf bei Festen auch in anderen Texten bezeugt]
solle man immer wieder rufen. Darauf spricht Enkidu zu den Ältesten:
Sprecht zu ihm, dass er nicht ziehe zum Zedernwald! Den Weg dahin kann man nicht gehen!
[Danach Textlücke.].
Tafel
Die Ältesten segneten ihn, Für den Weg berieten sie Gilgamesch: Nicht solltest du, Gilgamesch, traun deiner Kraft! Deine Augen seien erleuchtet, behüte dich selbst!
Der da kennt den Steg, behütet den Freund: Es gehe Enkidu vor dir her, Gesehn hat er den Weg, befahren die Straße, Er kennt des Waldes Zugänge, All die bösen Anschläge Chumbabas! Schon früher hat er bewahrt den Gefährten; Seine Augen sind erleuchtet, er wird dich beschützen!
Deinen Wunsch erlangen lasse dich Schamasch, Lasse sehn dein Auge, was kundtat dein Mund! Er tue dir auf den versperrten Pfad! Die Straße erschließe er deinem Schritt. Den Berg erschließe er deinem Fuß! Die Nacht heut bringe dir, was dich erfreut, Lugalbanda steh' zum Erfolge dir bei! Komm recht bald zu deinem Erfolg! Im Flusse Chumbabas, zu dem du strebst, Wasch dir die Füße! Bei deiner Abendrast grab einen Brunnen, Sei stets reines Wasser in deinem Schlauch! Kühles Wasser bringe dem Schamasch dar! Lugalbandas sollst du immer gedenken! Enkidu möge den Freund behüten, den Gefährten bewahren, Bis zu den Gattinnen bring' er seinen Leib! In unsrer Versammlung übergeben wir dir [Enkidu] den König. Du wirst heimführend den König uns übergeben!
Enkidu tat den Mund auf und sprach zu Gilgamesch: Bis du den Weg zurückgelegt hast, reise unverdrossen! Dein Herz sei furchtlos - schau nur auf mich! Dahin, wo er aufschlug seine Wohnung, Zum Weg,
[vierzehn Verse fehlen]
Ninsun tritt in ihr Gemach ein, Für ihren Leib nahm sie Laugenkraut. Sie legt ein Gewand an, wie s zi
[Nach einer Lücke von etwa Versen folgen die nachstehenden, vorläufig schwer verständlichen
[ Verse fehlen]
Zweite Rede der Ältesten an Enkidu:
Enkidu möge den Freund behüten, den Gefährten bewahren, Bis zu den Gattinnen bring' er seinen Leib! In unsrer Versammlung übergeben wir den König. Du wirst heimführend den König uns übergeben!
[Der Rest der Tafel ist zerstört; die fehlenden bis Verse müssen den Aufbruch der beiden Freunde zum Zedernberg geschildert haben.]
[weiter zur vierten Tafel]
Tafel
Nach zwanzig Doppelstunden nahmen sie einen Imbiss ein, Nach dreißig Doppelstunden schickten sie sich zur Abendrast, Fünfzig Doppelstunden zogen sie den ganzen Tag, Eine Strecke von einem Monat und fünfzehn Tagen. Am dritten Tage näherten sie sich dem Libanon. Im Blick auf die (sinkende) Sonne gruben sie einen Brunnen. [um dem Sonnengott Wasser zu spenden ]
[In die nun folgende Textlücke oder eine der folgenden Textlücken könnte der Traum Gilgameschs
Den zweiten Traum, den ich sah, will ich dir erzählen: In tiefen Gebirgsgründen standen wir. Da stürzte der Berg, … Wir waren vor ihm wie Röhrichtfliegen …
Der in der Steppe geboren ward und … , Zu seinem Freunde sprach er, den Traum zu deuten: Mein Freund, schön ist dein Traum. Der Traum ist überaus kostbar, … Freund, der Berg, den du sahst, ist Chumbaba! Wir werden Chumbaba packen, ihn töten, Und hinaus ins Gefild' seinen Leichnam werfen, Und am Morgen …
Nach zwanzig Doppelstunden nahmen sie einen Imbiss ein, Nach dreißig Doppelstunden schickten sie sich zur Abendrast. Im Blick auf die (sinkende) Sonne gruben sie einen Brunnen.
Es stieg Gilgamesch auf einen Berg, Brachte ein Mehlopfer dar für … und sprach: Berg, bring mir einen Traum, eine gute Botschaft!
Es bereitete ihm Endiku für die Nacht das Lager.
ch Enkidu erzählt.]
Nach zwanzig Doppelstunden nahmen sie einen Imbiss ein, Nach dreißig Doppelstunden schickten sie sich zur Abendrast. Im Blick auf die (sinkende) Sonne gruben sie einen Brunnen. Es stieg Gilgamesch auf einen Berg, Brachte ein Mehlopfer dar für . .. und sprach: Berg, bring mir einen Traum, eine gute Botschaft!
Es bereitete ihm Enkidu für die Nacht das Lager, Ein Regensturm zog vorüber, da befestigt' er ein Dach. Er ließ ihn sich legen, und an einem Ring … Sie … ten wie Korn des Gebirges … Während Gilgamesch dasitzt, das Kinn an sein Bein gelegt, Befiel ihn der Schlaf, der auf die Menschen herabquillt, In der mittleren Wache brach er den Schlaf ab, Fuhr empor und sagte zum Freunde: Freund, riefst du mich etwa? Warum denn bin ich erwacht? Stießest du mich etwa an? Warum denn bin ich entsetzt? Ging etwa ein Gott hier vorbei? Warum denn schaudert's mich an den Gliedern? Freund, ich sah einen dritten Traum, Und der Traum, den ich sah, war ganz entsetzlich: Auf schrien die Himmel, das Erdreich dröhnte - ! Der Tag erstarrte, die Finsternis kam heraus, Auf blitzte ein Blitz, es entlodert' ein Feuer, wurden immer dichter, es regnete Tod. Dann wurde rot das weißglühende Feuer und verlosch; Alles aber, was da herabfiel, ward zu Asche. Komm hinab, im Gefild' können Rats wir pflegen.
Da Enkidu seinen Traum, den er ihm vorgebracht, hörte, Sprach er zu Gilgamesch:
[Die nun folgende Textlücke von bis Versen enthielt die Deutung dieses Traumes. Danach wurde ein weiterer Traum erzählt, von dessen Deutung nur Reste erhalten sind. Enkidu deutet auch diesen Traum auf den Sieg über Chumbaba, dessen Name zweimal genannt zu sein scheint.]
Sein … , wir werden stehen auf … … das gute Wort des Schamasch …
Nach zwanzig Doppelstunden nahmen sie einen Imbiss ein, Nach dreißig Doppelstunden schickten sie sich zur Abendrast. Fünfzig Doppelstunden zogen sie den ganzen Tag. Im Blick auf die (sinkende) Sonne gruben sie einen Brunnen.
Es stieg Gilgamesch auf einen Berg, Brachte ein Mehlopfer dar für … und sprach: Berg, bring mir einen Traum, eine gute Botschaft!
Es bereitete ihm Enkidu für die Nacht das Lager. Ein Regensturm zog vorüber, da befestigt' er ein Dach. Er ließ ihn sich legen, und an einem Ring … [Es folgt wieder eine große Textlücke von bis Versen. In ihr wurden vermutlich zunächst wieder zwei Träume Gilgameschs mit ihrer Deutung durch Enkidu erzählt. Vermutlich war die Deutung nicht so positiv wie die für die früheren Träume gegebene; denn Enkidu selbst wollte, wie es scheint, vor Erreichung des Zieles umkehren, als er des riesigen Zedernwaldwächters ansichtig wurde. Nach der Lücke spricht wohl Gilgamesch: ]
Was du in Uruk gesagt hast und … , Bedenke, tritt herzu und … !
Des Gilgamesch, der in Uruk-Gart geboren ward, Bittworte hörte Schamasch. Plötzlich ruft er ihm zu ein Alarmsignal aus dem Himmel: Tritt eilends hinzu, dass der Wächter nicht hineingehe in den Wald, Nicht hinabsteige in den Forst, nicht sich verberge! Hat er doch noch nicht angelegt seine sieben Panzermäntel; Einen nur hat er an, abgelegt jedoch die sechs!
Sie nun machten daraufhin sich bereit Einem trotzigen Wildstier gleich aufeinander zu stoßen … Da mit einem Mal schrie Enkidu und ward des Schreckens voll. Denn es schreit der Wächter der Wälder, Chumbaba wie … [Kurze Lücke. Wohl durch den Schrei des Wächters des Waldes geriet Enkidu erneut in Angst, so dass Gilgamesch ihm mit dem Hinweis auf das, was zwei zusammen leisten können, Mut zusprechen muss: ]
Eine schlüpfrige Wegstelle gefährdet nicht zwei, die einander helfen; Zwei dreifache … Ein dreifach geflochtenes Seil wird nicht … Des gewaltigen Löwen zwei Junge können ihn fortstoßen.
[Etwa bis Verse fehlen. Enkidu ließ sich von Gilgamesch überreden, nicht umzukehren. Den
[ein Vers fehlt]
Mein Freund, der du mit dem Kampf so vertraut bist. Der die Schlacht … … schlugst du so oft, daher fürchtest du nicht den Tod. … wie ein Buhlknabe … Wie eine Kesselpauke ertöne laut deine Stimme! Es gehe fort der lähmende Schmerz aus deinen Armen Und es hebe sich weg die Entzündung in deinen Knien! fass an, mein Freund, dass vereint wir weiterziehen. Dein Herz soll den Kampf fordern, Vergiss den Tod, erlahme nicht! Der an der Seite wacht, der umsichtige Mann. Der vorangeht, hat sich selbst geschützt, er bewahre nun auch den Gefährten, Sobald durch ihren Kampf sie sich einen Namen gemacht haben! Zum allzeit grünenden Wald gelangten die beiden; Sie unterbrachen ihr Reden und standen still.
Tafel
[Ninive-Fassung: ]
Still standen sie am Rande des Waldes, Staunen immer wieder an die Höhe der Zedern, Staunen zugleich an den Eingang des Waldes. Wo Chumbaba zu gehen pflegte, war eine Fußspur. Die Wege sind gerichtet, schön gemacht ist die Bahn. Sie sehen den Zedernberg, die Wohnstatt der Götter, Irninis Weihesitz. Angesichts dieses Berges trägt die Zeder ihre Fülle, Ist ihr Schatten so wonnig, reich an Erquickung. Ineinander verschlungen war das Dornbuschwerk, verfilzt das Gehölz. … die Zeder, der Styraxbaum … Von einem Graben, eine Meile lang, war umschlossen der Wald,
[mind. Verse fehlen]
Plötzlich die Schwerter … Und nachdem die Scheiden abgezogen waren … Die Äxte waren bestrichen
Eine schlüpfrige Wegstelle gefährdet nicht zwei, die einander helfen; Zwei dreifache … Ein dreifach geflochtenes Seil wird nicht … Des gewaltigen Löwen zwei Junge können ihn fortstoßen.
[Spätbabylonische Uruk-Fassung: ] [Die Freunde sind nun in den Wald eingedrungen und stehen zum ersten Mal Chumbaba gegenüber.]
Chumbaba tat seinen Mund auf zu reden und sprach zu Gilgamesch: Beraten sollen sich da doch, Gilgamesch, der Tölpel (und) der Dummkopf: Warum lieft ihr bis zu
r eine Meile hin
[- Verse fehlen]
… sie se
[ Verse fehlen]
Ich will mich f
des … Jetzt nun
Nicht soll … ! Nicht gewähre er ein hohes Alter den beiden. über seinen Freund Gilgamesch hinaus soll Enkidu kein "Ufer[ finden!
Enkidu tat seinen Mund a
[ Verse fehlen]
… das Innere bis zur Lunge rissen sie heraus … springt er. lässt er plätschern den Kessel. … der Fülle fiel auf den Berg … der Fülle fiel auf den Berg.
mbaba … [Altbabylonische Fassung, soweit verständlich: ]
Enkidu sprach zu ihm, zu Gilgamesch: Erschlage den Chumbaba, … deinen Göttern!
[ Vers fehlt]
… wirst du Vergeltung an ihm üben! Gilgamesch sprach zu ihm, zu Enkidu: Jetzt werden wir … veranstalten. Dann werden die Lichtglanzstrahlen im Dickicht verschwinden; Lichtglanzstrahlen werden verschwinden und der Strahlenglanz tritt ein in … Enkidu sprach zu ihm, zu Gilgamesch: Mein Freund, fang den Vogel (zuerst)! Wohin sollen dann seine Küchlein gehen? Die Lichtglanzstrahlen wollen wir hernach suchen, Sie werden wie die Küchlein im Gras herumlaufen! Ihn schlage erneut, dann erschlage sein
Erschlagen hatte er den Schurken des Waldes; Vor dessen Gebrüll gebebt hatten Saria und Libanon. In Furcht gerieten … die Berge, … erzitterten alle Gebirge. Er erschlug den Schurken des Zedernwaldes; Die zerschlagenen … sie und erschlugen sieben. Das Kampfnetz … , das Schwert von acht Talenten. Die Last von zehn Talenten nahm er … den Wald. Die verborgene Wohnung der Anunnaku öffnete er. Gilgamesch fällt die Bäume, Enkidu durchgräbt das Wurzelwerk. Enkidu sprach zu ihm, zu Gilgamesch: … . Gilgamesch, erschlage die Zeder!
[Der Rest dieser Tafel ist fast ganz zerstört. Die nächste Tafel fährt fort: ]
Mit deiner Kraft allein hast du den Wächter erschlagen. Was ist es mit deinen Gürtelklammern … ? Leg hin die hochragende Zeder, die dir nun gehört, deren Wipfel den Himmel erreichte! Ich will eine Tür zimmern von einer Rute Breite. Ich suche eine Türangel, am Gewände "gehe[ sie! Eine Elle soll sie dick sein, eindrittel Rute ihre Breite. Nicht nähere sich ihr ein Fremder, der Gott soll hindurchschreiten! Zum Tempel des Enlil bringe sie der Euphrat! Es freue sich über dich Enlil, … ! jauchze über sie Enlil!
[Auch der Rest dieser Tafel ist zerstört.]
Tafel
Seinen Schmutz wusch er ab, reinigte sein Wehrgehäng, Seinen Haarschopf schüttelt' er sich in den Rücken, Warf die unreinen Kleider ab, zog sich saubre an, Mit dem Mantel umhüllt' er sich, hat den Gürtel um. Wie Gilgamesch die Königsmütze sich aufgesetzt, Erhob zu Gilgameschs Schönheit Ihre Augen die fürstliche Ischtar:
Komm, Gilgamesch! Du sollst mein Gatte sein! Schenk, o schenke mir deine Fülle! Du sollst mein Mann sein, ich will dein Weib sein! Ich will dir bespannen lassen einen Wagen von Gold und Lasurstein, Mit goldenen Rädern und Hörnern von "Mondstein[! Mit Stürmen, mit großen Mauleseln soll er bespannt sein! Unter Zederndüften betritt unser Haus! Dir sollen beim Eintritt in unser Haus Türpfosten und Thronsessel die Füße küssen! Vor dir sollen knien Könige, Vornehme und Fürsten. Die Lullubäer' des Gebirgs und das Land sollen dir Abgaben bringen! Die Ziegen sollen dir Drillinge werfen, die Schafe Zwillinge! Dein lastbarer Esel hole das Maultier ein! Dein Roß vorm Wagen, der feurigste Renner sei's! Dein Rind im Joch habe keins, das ihm gleichkommt!
Gilgamesch tat seinen Mund zum Reden auf Und sprach zur fürstlichen Ischtar: Was muss ich dir geben, wenn ich dich nehme? Brauchst du Salbe für den Leib, oder brauchst du Gewänder? Fehlt es dir etwa an Brot oder Nahrung? Freilich habe ich götterwürdige Speise, Habe manchen Trank, der dem Königtum ansteht!
[ Vers fehlt]
Doch wozu? An der Straße, da sei dein Sitz, … mit einem Mantel magst du bekleidet sein. Dann wird dich nehmen, wer immer Lust hat! Ein Ofen bist du, der das Eis nicht … Eine unfertige Türe, die Wind und Blast nicht abhält! Ein Palast, der niederschmettert den Helden, Ein Elefant, der da abreißt seine Decke! Erdpech, das seinen Träger besudelt, Ein Schlauch, der seinen Träger durchnäßt! Ein Kalkstein, der die steinerne Mauer sprengt, Ein Jaspis, der das feindliche Land herbeilockt! Ein Schuh, der seinen Besitzer kneift! Welchen deiner Buhlen behältst du für allezeit lieb? Welche deiner Racken, die … hinaufgekommen wäre? Wohlan, deine Liebsten will ich dir nennen!
[ Vers fehlt]
Dumuzi, deinem Jugendgeliebten - Ihm hast Jahr für Jahr du zu weinen bestimmt. Da du die bunte Racke liebtest, Hast du sie geschlagen, ihr den Flügel zerbrochen, In den Wäldern weilt sie nun, "Kappi[ [= mein Flügel] rufend! Da den Leu du liebtest, den kraftvollkommenen, Grubst du ihm Gruben, sieben und abermals sieben. Da du liebtest das schlachtenfromme Roß, Hast ihm Peitsche du, Stachel und Peitschenschnur bestimmt, Sieben Doppelstunden zu rennen bestimmt, Aufgewühltes zu saufen bestimmt, Seiner Mutter Silili zu weinen bestimmt! Da du den Hirten, den Hüter liebtest. Der ständig dir Aschenkuchen geschichtet, Täglich dir Zicklein geschlachtet hatte, Hast du ihn geschlagen, in einen Wolf verwandelt: Die eigenen Hirtenknaben verjagen ihn nun, Und seine Hunde beißen ihn in die Schenkel.
Enkidu tat zum Reden den Mund auf Und sprach zu Gilgamesch: Wir rühmten uns, Freund, … Wi
Ich will ausrei
[ Verse fehlen]
Zwischen Nacken, Hörnern und … soll ihn treffen dein Schwert. Es jagte Enkidu, zu greifen den Himmelsstier. Da packte er ihn am Schweife fest, Enkidu hält ihn mit beiden Händen, Und Gilgamesch, wie ein kundiger Schlachter, Stark und sicher trifft er den Himmelsstier, Zwischen Nacken, Hörnern und … mit seinem Schwert … Da sie getötet den Himmelsstier, sein
Es scharte Ischtar die Dirnen um sich. Die Huren und Priesterinnen: ~ über der Keule des Himmelsstiers hebt sie ein Klagen an. Aber Gilgamesch rief die Meister, alle die Waffenschmiede, Es rühmten die Meisterssöhne der Hörner Umfang. Aus dreißig Pfund Lasurstein sind sie gebildet, Zwei Zoll beträgt ihrer Schalen Dicke. - Sechs Kor [= â€� L] öl, den Inhalt der beiden, Schenkt' er als Salbe seinem Schutzgott Lugalbanda; Eräl;ngte sie hinein ins Schlafgemach des Hausherrn. Im Euphrat wuschen sie sich dieäl;nde, Sie faßten einander und zogen dahin, Fahrend auf der Straße von Uruk. Sie zu schauen, scharen sich Uruks Leute.
Gilgamesch spricht zu den Dienerinnen seines Palastes die Worte: Wer ist der herrlichste unter den Mannen? Wer ist der gewaltigste unter den Helden? Gilgamesch ist der herrlichste unter den Mannen! Gilgamesch ist der gewaltigste unter den Helden! Sie, der wir des Himmelsstiers Keule hinwarfen in unserem Grimm, Ischtar … hat auf der Straße niemand, der ihr Herz erfreut! … !
Gilgamesch hat in seinem Palast ein Freudenfest gefeiert - Nun schlafen die Mannen, auf dem Nachtlager ruhend; Auch Enkidu schläft und sieht einen Traum. Da fuhr Enkidu auf, erzählt den Traum, Und spricht zu seinem Freunde:
Tafel
Mein Freund, weshalb nur ratschlagen die großen Götter?
[Stück aus der hethitischen Fassung]
Vernimm, welch einen Traum heute nacht ich gesehen: Anu, Enlil, Ea und der himmlische Schamasch Hielten Rat; zu Enlil sprach Anu:
"Dafür, dass sie getötet den Himmelsstier, Auch den Chumbaba getötet haben, Soll[, sprach Anu, "von ihnen sterben Der, der den Bergen die Zeder entrissen![ Enlil aber sprach: "Enkidu soll sterben, Gilgamesch aber soll nicht sterben.[
Nun widersprach der himmlische Schamasch dem Helden Enlil: "Haben sie nicht auf mein Geheiß Den Himmelsstier und Chumbaba getötet? Und nun soll Enkidu unschuldig sterben?[ Aber Enlil erzürnte sich gegen den himmlischen Schamasch: "Weil du täglich zu ihnen wie ihresgleichen hinabgingst![ Enkidu lag (krank) darnieder vor Gilgamesch. Dem brachen da die Tränen in Strömen hervor: Bruder, lieber Bruder! warum sprechen sie mich frei anstatt meines Bruders?
Sodann: Werd ich mich nun zu einem Totengeist Setzen müssen, zur Totengeisttür? Meinen lieben Bruder nimmermehr sehen mit meinen Augen?
[Lücke]
[jüngere Fassung]
Enkidu hob die Augen auf, Mit der Türe spricht er als wie mit einem Menschen: Du Türe aus dem Forst, du unvernünftige … : Ohne den Verstand, der nicht vorhanden ist, … Auf zwanzig Doppelstunden ersah ich das gute Holz
Aus Gold in unendlicher Menge will ich dein Bildnis fertigen! … bekümmere dich nicht! Das Gold … Was Enlil sagte, ist nicht wie … Was er sagte, ging nicht zurück, nicht … Was er … legte, ging nicht zurück, nicht … Mein Freund, … Die … der Geschicke gehen zu den Menschen! Kaum, dass ein Schimmer des Morgens graute, Erhob Enkidu sein Haupt und weint vor Schamasch, Vor dem Glanz des Schamasch fließen seine Tränen.
Ich rief dich an, Schamasch, wegen meines kostbaren Lebens, Ich wandte mich an dich, Schamasch, wegen des Jägers, des gewalttätigen Menschen. Der mir nicht Gleiches zukommen ließ wie meinem Gefährten. Der Jäger erreiche nicht, was seinen Gefährten zuteil ward! Vernichte seinen Gewinn, mindere seine
Da Enkidu Schamaschs, des Helden, Rede vernommen, Ward alsbald sein zorniges Herz besänftigt. Wohlan. Dirne, die Geschicke will ich dir bestimmen, Mein Mund, der dich eben verfluchte, soll nun dich segnen! Statthalter und Fürsten sollen dich lieben; Wer eine Doppelstunde ging, soll den Schenkel sich schlagen, Wer zwei Doppelstunden ging, soll sein Haupthaar schütteln! Nicht versage sich dir der Hauptmann, er löse für dich seinen Gürtel, Er gebe dir Obsidian, Lasurstein und Gold! Einen Scheibchenring lege er an an deine Ohren! Für. .. sind gefüllt seine Kohlebecken, seine Vorräte eingebracht. In das … der Götter soll er dich hineinbringen. Die Gattin, die Mutter von sieben Kindern, Soll deinethalben verlassen werden!
Enkidu grämte sich ab in seinem Gemüt, Während er so lange einsam dalag. Wie es ihm zumute war, sagte er dem Freund und sprach zu ihm: Mein Freund, ich sah einen Traum heute nacht: Der Himmel schrie, die Erde gab Antwort. Zwischen ihnen stand ich. Da erschien ein Mann mit düsterem Antlitz. Dem Anzû-Vogel glich sein Antlitz, Eine Löwentatze war seine Tatze, Adlerklauen waren seine Klauen. Er packte mich an meinem Schopf und überwältigte mich. Ich schlug ihn, da
Da hat er mich ganz und gar in eine Taube verwandelt, dass mir die Arme wie Vögeln befiedert sind. Er fasst mich an, führt mich zum Hause der Finsternis, der Wohnung Irkallas, Zum Hause, das nicht verläßt, der's betreten, Zur Straße hin, deren Bahn nicht umkehrt, Zum Haus, darin wohnend man des Lichts entraten muß, Wo Erdstaub die Nahrung ist, Lehm die Speise, Man Flügelgewänder trägt wie Vögel Und Licht nicht sieht, im Dunkeln sitzt. Auf Tür und Riegel liegt der Staub.
[ Verse fehlen]
Der mit mir durch alle Beschwernisse zog, Gedenke an alles, was ich durchwanderte all die Jahre! Mein Freund sah einen Traum, der Ungutes weissagt.
Der Tag, da den Traum er sah, war zu Ende. Da liegt nun Enkidu einen Tag, einen zweiten Tag; Es sitzt der Tod in Enkidus Schlafgemach. Einen dritten Tag und einen vierten Tag Sitzt der Tod in Enkidus Schlafgemach, Einen fünften, sechsten und siebenten, Einen achten, neunten und zehnten. Enkidus Krankheit wird schlimmer und schlimmer. Einen elften und zwölften Tag liegt er da, Enkidu liegt auf dem Lager des Todes. Da rief er Gilgamesch und sprach zu ihm: Mich hat, mein Freund, verwünscht eine böse Verwünschung! Nicht wie jemand mitten im Streite fällt, sterb ich, Mich schreckte die Schlacht, so sterb ich ruhmlos. Mein Freund, wer da fällt in der Schlacht, ist glücklich, Ich aber dulde Schmach im Sterben.
Tafel
Kaum dass ein Schimmer des Morgens graute, Tat Gilgamesch den Mund auf und sprach zu seinem Freund: Enkidu, mein Freund, deine Mutter, die Gazelle. Dein Vater, der Wildesel, haben dich gezeugt. Vier Wildesel mit ihrer Milch haben dich aufgezogen, Und das Getier zeigte dir alle Weidestätten.
Die Wege Enkidus führten bis zum Zedernwald, Sie mögen weinen über dich und nicht schweigen Tag und Nacht! Weinen mögen über dich die Ältesten des weiten Uruk-Gart, Alles Volk, das betet nach unserem Tode, weine über dich! Weinen mögen über dich dieäl;nner der Berge, des Gebirges!
[Text im Folgenden (wo Auslassungspunkte) ungewiss, von schlecht erhaltenen, fehlerhaft geschriebenen Schülertafeln]
… lege ich mich hin. Klagen mögen die Fluren wie deine Mutter! Weinen möge über dich der Wald, die Zypresse und die Zeder! … , die wir verwüsteten in, unserem Grimm! Weinen möge über dich Bär, Hyäne, Tiger, Wisent, Parder, Löwe, Wildstier, Hirsch, Steinbock, alles Getier des Feldes! Weinen möge über dich der heilige Ulai-Fluß, an dessen Ufer wir stolz einhergingen! Weinen möge über dich der reine Euphrat-Fluß, An dem wir so oft opferten (klares) Schlauchwasser! Weinen mögen über dich die Männer des weiten Uruk-Gart. Die wir im Kampf sahen, als wir den Himmelsstier töteten. Weinen möge über dich der Landmann wegen der Löwen. Der im frohen Arbeitslied deinen Namen erhob! Weinen möge über dich … der weiten Stadt, der … . Der im ersten … deinen Namen erhob. Weinen möge über dich der Hirte, der … Butter und Leichtbier recht bereitete für deinen Mund. Weinen möge über dich … … trug auf auf deinen .. Die Butter. Weinen möge über dich stellte hin feines Bier für deinen Mund. Weinen möge über dich die Dirne … … mit öl salbtest du dich, (und) es gefiel dir. Weinen möge über dich … Im Sippenhaus des Gatten einen Ring gab man dir. Weinen möge über dich … Die Brüder mögen weinen über dich wie Schwestern! Deine … seien Klagepriester. . Ausgerauft seien ihre Haare über dir! … Enkidu, deine Mutter und dein Vater sind in ihrer Steppe, Ich weine über dich … Hört mich, ihr Ältesten von Uruk, ihräl;nner hört mich an! Um Enkidu weine ich, um meinen Freund, Wie ein Klageweib bitterlich klagend! Du Axt an meiner Seite, so veäl;ßlich in meiner Hand! Du Schwert an meinem Gurt, du Schild, der vor mir ist! Du mein Festgewand, du Gurt für meine Kraftfülle! Ein böseräl;mon stand auf und nahm ihn mir weg! Mein Freund, du flüchtiger Maulesel, Wildesel des Gebirges, Panther der Steppe! Enkidu, mein Freund, du flüchtiger Maulesel, Wildesel des Gebirges, Panther der Steppe! Nachdem wir, alles gemeinsam verrichtend, den Berg erstiegen. Den Himmelsstier packten und töteten, Auch den Chumbaba umbrachten, der da wohnte im Zedernwald - !
Was ist das nun für ein Schlaf, der dich gepackt hat? Du wurdest umdüstert und hörst mich nicht mehr!
Der aber schlägt die Augen nicht auf, Und da er nach seinem Herzen faßte, schlug es nicht mehr! Nun, da er dem Freund gleich einer Braut das Gesicht verhüllt hat, Springt er über ihm umher wie ein Adler, Wie eine Löwin, die ihrer Jungen beraubt ist. Er wendet sich immer wieder vorwärts und rückwärts, Rauft sich das gelockte Haar, schüttet es zu Boden, Reißt seine schönen Kleider ab und wirft sie hin wie etwas Unberührbares.
Weinen laß ich u
[ Versen fehlen]
Kaum dass ein Schimmer des Morgens graute, Ließ er einen großen Tisch von Elammakku hinaustun, Von Karneol eine Schale füllt' er mit Honig, Von Lasurstein eine Schale füllt' er mit Butter an. Mit … stattete er aus und ließ es den Schamasch sehen.
[Von der weggebrochenen Tafel fehlen bis Verse]
Tafel
Gilgamesch - um Enkidu, seinen Freund, Weint er bitterlich, läuft herum in der Steppe: Werd ich nicht, sterbe ich, ebenso sein wie Enkidu?
Harm hielt Einzug in meinem Gemüte, Todesfurcht überkam mich, nun lauf ich herum in der Steppe; Zu Utnapischtim hin, dem Sohn Ubara-Tutus, Hab den Weg ich genommen, zieh eilig dahin.
[ Verse fehlen]
[Gilgamesch kommt zu einem Berge: ]
Des Berges Benennung ist Mâschu. Sowie er zum Berge Mâschu gelangt war: - Die täglich Auszug und Einzug bewachen, über die nur die Himmelshalde hinwegragt. Denen unten die Brust an den Höllengrund stößt - Skorpionmenschen halten am Bergtor Wacht. Deren Furchtbarkeit ungeheuer ist, deren Anblick Tod ist. Deren großer Schreckensglanz Berge überhüllt. Die beim Auszug und Einzug der Sonne die Sonne bewachen - Da Gilgameschdiese sah, überdeckte er mit Furchtbarkeit und Schreckensglanz sein Angesicht. Er faßte sich und neigte sich vor ihnen.
Der Skorpionmensch ruft seinem Weibe zu: Der zu uns da gekommen - sein Leib ist Götterfleisch!
Das Weib des Skorpionmenschen antwortet ihm: Zwei Teile sind Gott an ihm - Mensch ist sein dritter Teil!
Der Skorpionmensch, das Mannsbild, ruft, Zum Sprößling der Götter sagt er die Worte: Weshalb zogst du so fernen Weges, Kamst du hierher, bis vor mich hin, Quertest du mühsam zu querende Ströme? Gerne wüßt' ich, worum es dir geht.
[ Versen fehlen]
[Gilgamesch antwortet: ]
Um Utnapischtims, meines Ahnen willen … ! Der trat in die Götterschar, bekam geschenkt das Leben - Nach Tod und Leben will ich ihn fragen!
Der Skorpionmensch tat den Mund auf Und sprach zu Gilgamesch: Nicht gab es, Gilgamesch, Menschen, die's konnten! Des Berges Inneres hat niemand durchschritten, Auf zwölf Doppelstunden ist finster sein Inneres! Dicht ist die Finsternis, kein Licht ist da! Zum Sonnenaufgang lenkt sich der Weg, Zum Sonnenuntergang … [ Versen fehlen]
Unter Klagen … In Nässe und Sonnenglut … Unter Seufzen- … Jetzt …
Der Skorpionmensch tat den Mund auf, Zu Gilgamesch sprach er die Worte Zieh hin, Gilgamesch, fürchte dich nicht! Die Berge von Mâschu geb ich dir frei. Die Berge, die Gebirge durchschreite getrost! Heil mögen heim deine Füße dich bringen!
[ Vers fehlt]
Kaum hatte Gilgamesch dies vernommen, Als des Skorpionmenschen Wort er befolgte, Auf dem Wege des Schamasch trat er ins Bergtor ein.
Als er zwei Doppelstunden weit gedrungen: Dicht ist die Finsternis, kein Licht ist da, Nicht ist ihm vergönnt zu sehen, was hinten liegt.
Als er vier Doppelstunden weit gedrungen: Dicht ist die Finsternis, kein Licht ist da, Nicht ist ihm vergönnt zu sehen, was hinten liegt.
Als er sechs Doppelstunden weit gedrungen: Dicht ist die Finsternis, kein Licht ist da, Nicht ist ihm vergönnt zu sehen, was hinten liegt.
Als er acht Doppelstunden weit gedrungen, schreit er auf: Dicht ist die Finsternis, kein Licht ist da, Nicht ist ihm vergönnt zu sehen, was hinten liegt.
Als er neun Doppelstunden weit gedrungen, spürt er den Nordwind, … es lächelt sein Antlitz. Dicht ist die Finsternis, kein Licht ist da, Nicht ist ihm vergönnt zu sehen, was hinten liegt.
Als er zehn Doppelstunden weit gedrungen. Da ist nahe der Ausgang … [ Vers fehlt]
Als er elf Doppelstundenweit gedrungen, kommt er heraus vor Sonnenaufgang. Als er zwölf Doppelstunden weit gedrungen, herrscht die Helle. Er strebt, die Edelsteinbäume zu sehen: Der Karneol, er trägt seine Frucht, Eine Traube hängt dran, zum Anschauen geputzt. Der Lasurstein trägt Laubwerk, Auch trägt er Frucht, lustig anzusehn.
Tafel
Der Schenkin Siduri, die da wohnt in des Meeres Abgeschiedenheit, Sie wohnt und … Hat man gemacht einen Krug, gemacht einen goldenen Maischbottich, Mit Hüllen ist sie umhüllt … Gilgamesch ward umhergetrieben und kam daher. Mit einem Felle ist er bekleidet … , Götterfleisch hat er … , Harm ist da in seinem Gemüte, Einem Wanderer ferner Wege gleicht sein Antlitz.
Die Schenkin schaut in die Ferne aus, Mit ihrem Herzen sich beredend, sagte sie die Worte, Ja, mit sich selber ging sie zu Rate: Vielleicht ist dieser ein Mörder … Irgendwohin geht er … !
Da die Schenkin ihn gesehen, riegelte sie die Türe zu, Ihr Tor riegelte sie zu, riegelte zu den Riegel.
gen, gebeugt dein Antlitz, Ist unfroh dein Herz, verlebt deine Züge, Ist Harm in deinem Gemüte da, Gleicht einem Wanderer ferner Wege dein Antlitz, Ist von Nässe und Sonnenglut dein Antlitz versengt, … und läufst in die Steppe?
Gilgamesch sprach zu ihr, zur Schenkin: Mein Freund, den ich über die Maßen liebte. Der mit mir durch alle Beschwernisse zog; Enkidu, den ich über die Maßen liebte. Der mit mir durch alle Beschwernisse zog - Er ging dahin zur Bestimmung der Menschheit.
Um ihn hab ich Tag und Nacht geweint, Ich gab nicht zu, dass man ihn begrübe - Ob mein Freund nicht doch aufstünde von meinem Geschrei - Sechs Tage und sieben Nächte, Bis dass der Wurm sein Gesicht befiel. Seit er dahin ist, fand ich das Leben nicht, Strich umher wie ein Räuber inmitten der Steppe.
Nun, Schenkin, hab ich dein Antlitz erblickt - Möchte ich den Tod, den ich so fürchte, nicht ersehen!
Die Schenkin sprach zu ihm, zu Gilgamesch: Gilgamesch, wohin läufst du? Das Leben, das du suchst, wirst du sicher nicht finden! Als die Götter die Menschheit erschufen, Teilten den Tod sie der Menschheit zu, Nahmen das Leben für sich in die Hand. Du, Gilgamesch - dein Bauch sei voll, Ergötzen magst du dich Tag und Nacht! Feiere täglich ein Freudenfest! Tanz und spiel bei Tag und Nacht! Deine Kleidung sei rein, gewaschen dein Haupt, Mit Wasser sollst du gebadet sein! Schau den Kleinen an deiner Hand. Die Gattin freu' sich auf deinem Schoß! Solcher Art ist das Werk der Menschen!
[einige Verse fehlen]
Gilgamesch sprach zu ihr, zur Schenkin: Nun, Schenkin, wie ist der Weg zu Utnapischtim? Was ist sein Merkmal? Gib mir, ja gib mir sein Merkmal! Wenn's möglich ist, will ich das Meer überqueren, Wenn's unmöglich ist, durch die Steppe laufen!
[entsprechend sind altbabylonischen Verse: ]
Was, meine Schenkin, sagst du … ? Um meinen Freund ist mein Herz bekümmert gar sehr! Was, meine Schenkin, sagst du … ? Um Enkidu ist mein Herz bekümmert gar sehr. Du wohnst, meine Schenkin, am Gestade des Meeres. Daher weißt du Bescheid, dein Herz umfaßt alles. Wohin ich gehen soll, weise mir … ! Wenn es möglich ist, will ich das Meer überschreiten!
Die Schenkin sprach zu ihm, zu Gilgamesch: Nicht gab es, Gilgamesch, je eine übergangsstelle, Und niemand, der seit vergangenen Zeiten herkommt, geht übers Meer. Meerüberschreiter ist nur Schamasch, der Held; Wer geht außer Schamasch hinüber? Mühe schafft der Ubergangsort, mühselig ist der Weg dahin, Und dazwischen liegt das Gewässer des Todes, das unzugänglich ist! Irgendwo einmal, Gilgamesch, überschrittest du das Meer. Kommst du aber zum Wasser des Todes - was willst du tun? Gilgamesch, da ist Urschanabi, Utnapischtims Schiffer! Dem gehören die Steinernen; drinnen im Walde sammelt er Warane. Geh hin, dass er dein Angesicht schaue! Wenn's möglich ist, fahr über mit ihm, Wenn's nicht möglich ist, weiche hinter dich!
Kaum hatte Gilgamesch dies gehört. Da nahm er die Axt auf in seine Hand. Zückte das Schwert an seiner Seite, Schlüpfte hinein, stieg hinab zu ihnen, Unter sie stürzte er wie ein Pfeil, Inmitten des Waldes lässt er die Stimme erdröhnen, Es sah ihn Urschanabi, den helläugigen … , den Mann. Er hörte die Axt, lief hinzu und … Dann schlug er den Kopf des … Packte seine Hand und … Und
Er kehrte um, zu ihm hinzutreten, Urschanabi sieht in seine Augen.
[Durch die jüngere Fassung eingefügt: ]
Warum sind abgezehrt deine Wangen, gebeugt dein Antlitz, Ist unfroh dein Herz, verlebt deine Züge, Ist Harm in deinem Gemüte da, Gleicht einem Wanderer ferner Wege dein Antlitz, Ist von Nässe und Sonnenglut dein Antlitz versengt, … und läufst in die Steppe?
Gilgamesch sprach zu ihm, zum Schiffer Urschanabi: Urschanabi, sollen meine Wangen nicht abgezehrt sein, nicht gebeugt mein A
Mein Freund, der flüchtige Maulesel, der Wildesel des Gebirges, der Panther der Steppe! Enkidu, mein Freund, der flüchtige Maulesel, der Wildesel des Gebirges, der Panther der Steppe! Nachdem wir, alles gemeinsam verrichtend, den Berg erstiegen. Die Stadt … einnahmen, den
Mir graute vor meines Freundes Aussehn, Ich erschrak vor dem Tod, dass ich lief in die Steppe! Meines Freundes Sache lastet auf mir, dass ich lief einen fernen Pfad in die Steppe! Enkidus, meines Freundes, Sache lastet auf mir, dass ich lief einen fernen Weg in die Steppe!
Ach, wie soll ich stumm bleiben? Ach, wie schweigen? Mein Freund, den ich liebte, ist zu Erde geworden! Enkidu, mein Freund, den ich liebte, ist zu Erde geworden! Werd ich nicht auch wie er mich betten Und nicht aufstehn in der Dauer der Ewigkeit?
Gilgamesch sprach zu ihm, zum Schiffer Urschanabi: Nun, Urschanabi, wie ist der Weg zu Utnapischtim? Was ist sein Merkmal? Gib mir, ja gib mir sein Merkmal, Wenn's möglich ist, will ich das Meer überqueren, Wenn's unmög
Urschanabi sprach zu ihm, zu Gilgamesch: Die Steinernen, Gilgamesch, waren es, welche mich hinüberbringen, Auf dass ich nicht berühre die Wasser des Todes. Deine Hände, Gilgamesch, hemmten die überfahrt! Du zerschlugst die Steinernen, rissest aus ihre Ketten. Nun, wo die Steinernen zerschlagen, ihre Ketten herausgerissen sind, Nimm die Axt auf, Gilgamesch, in deine Hand! Wohlan, geh wieder zum Wald hinab, Hundertzwanzig Stangen zu fünfmal zwölf Ellen schneide dir zu, Schäle sie, und bring Ruderblätter an! Die magst du mir bringen.
Kaum hatte Gilgamesch dieses gehört. Da nahm er die Axt auf, in seine Hand, … Wieder ging er zum Wald hinab, Hundertzwanzig Stangen schnitt er sich zu zu fünfmal zwölf Ellen, Schälte sie und brachte Ruderblätter an Und brachte sie hin zu Urschanabi.
Gilgamesch und Urschanabi bestiegen das Schiff, Setzten das Schiff ein, und sie fuhren dahin. Ein Weg von einem Monat und fünfzehn Tagen War am dritten Tage ganz zurückgelegt, So gelangte Urschanabi zum Wasser des Todes.
Urschanabi sprach zu ihm, zu Gilgamesch: Halte dich zurück, Gilgamesch, nimm eine Stange! über die Wasser des Todes darf deine Hand nicht hinwegfahren, … Eine zweite Stange, Gilgamesch, nimm, eine dritte und vierte! Eine fünfte Stange, Gilgamesch, nimm, eine sechste und siebte! Eine achte Stange, Gilgamesch, nimm, eine neunte und zehnte! Eine elfte Stange, Gilgamesch, nimm, eine zwölfte!
Mit zweimal sechzig' hatte Gilgamesch die Stangen verbraucht.
Er indes löste seinen Gürtel … , Gilgamesch riß sich die Kleidung vom Leibe, Mit den Händen befestigt' er sie am Mast … Utnapischtim schaut in die Ferne aus, Mit seinem Herzen sich beredend, sagt er die Worte, Ja, mit sich selber geht er zu Rate: Weshalb sind des Schiffes Steinerne zerschlagen, Und fährt wer im Schiff, der kein Recht darauf hat? Der da gekommen, der Mensch, ist doch keiner der Meinen?
[ Verse fehlen]
Was begehrt wohl sein Herz von mir?
[ Verse fehlen]
Utnapischtim sprach zu ihm, zu Gilgamesch: Warum sind abgezehrt deine Wangen, gebeugt dein Antlitz, Ist unfroh dein Herz, verlebt deine Züge, Ist Harm in deinem Gemüte da, Gleicht einem Wanderer ferner Wege dein Antlitz, Istvon Nässe und Sonnenglut dein Antlitz versengt, … und läufst in die Steppe?
Gilgamesch sprach zu ihm, zu Utnapischtim: Utnapischtim, sollen meine Wangen nicht abgezehrt sein, nicht gebeugt mein Antlitz? Nicht unfroh mein Herz sein, nicht verlebt meine Züge, Nicht Harm in meinem Gemüte sein, Nicht gleichen einem Wanderer ferner Wege mein Antlitz, Nicht von Nässe und Sonnenglut mein Antlitz versengt sein, … , ich nicht in die Steppe laufen?
Mein Freund, der flüchtige Maulesel, der Wildesel des Gebirges, der Panther der Steppe! Enkidu, mein Freund, der flüchtige Maulesel, der Wildesel des Gebirges, der Panther der Steppe! Nachdem wir, alles gemeinsam verrichtend, den Berg erstiegen. Die Stadt … einnahmen, den Himmelsstier töteten, Auch den Chumbaba umbrachten, der da wohnte im Zedernwald, In den Pässen der Berge Löwen töteten!
Mein Freund, den ich über die Maßen geliebt. Der mit mir durch alle Beschwernisse zog, Enkidu, mein Freund, den ich über die Maßen geliebt. Der mit mir durch alle Beschwernisse zog - Es hat ihn ereilt die Bestimmung des Menschen.
eben, Kleie und altes Mehl, das wie … ist. Angetan ist er nur mit einer Leibbinde statt … Und ihn statt eines Gürtels … Weil er nicht … hat … , Ein Wort d
Eine Mondfinsternis … Wach sind die Götter … Sind ruhelos bemüht … Seit jeher ist vorhanden … Du bemüh dich und … ! Deine Hilfe gewähre … [ Verse fehlen]
… nahmen sie zu seinem Schicksal. Du wurdest nun schlaflos, doch was hattest du davon? Da du nicht schläfst, seufzt du … Deine Adern füllst du mit Harm … Deine Tage, die schon ferngerückt waren, bringst du dir wieder heran. Die Menschen, deren Nachkommen wie Rohr abgeknickt sind. Den guten Mann, das gute Mädchen … nimmt weg der Tod. Möchte da etwa jemand den Tod sehen, jemand des Todes Angesicht, jemand des Todes Ruf hören? Und doch ist es der grimme Tod, der die Menschen abknickt! Irgendwann errichten wir ein Haus! Irgendwann siegeln wir ein Testament! Irgendwann teilen die Brüder! Irgendwann herrscht Haß im Lande! Irgendwann führte das Hochwasser des angeschwollenen Flusses (etwas) davon, Libellen treiben flußab! Ein Antlitz, das in die Sonne sehen könnte, Gibt es seit jeher nicht.
Der Verschleppte und der Tote, wie gleichen sie einander! Das Bild des Todes zeichnen sie nicht! Ja, du Mensch, Mann! Seit Enlil segnete, Sind die Anunnaki, die großen Götter, versammelt, Mammetum, des Schicksals Erzeugerin, Bestimmt mit ihnen die Schicksale Sie haben Tod oder Leben zugeteilt. Des Todes Tage aber nicht bekannt gemacht.
Tafel
Gilgamesch sprach zu ihm, zum fernen Utnapischtim: Schau ich auf dich, Utnapischtim, So sind deine Maße nicht anders - wie ich bist du, Ja, du bist nicht anders - wie ich bist du! Mein Herz ist ganz darauf gerichtet, mit dir zu kämpfen, Und doch ist mein Arm untätig gegen dich! Daher sage mir: wie tratst du in die Schar der Götter und gingst dem Leben nach?
Utnapischtim sprach zu ihm, zu Gilgamesch: Ein Verborgenes, Gilgamesch, will ich dir eröffnen, Und der Götter Geheimnis will ich dir sagen. Schuruppak - eine Stadt, die du kennst. Die am Ufer des Euphrat liegt - . Diese Stadt war schon alt, und die Götter waren ihr nah. Eine Sintflut zu machen, entbrannte das Herz den großen Göttern. Den Eid leistete ihr Vater Anu, Enlil, der Held, der sie berät, Ihr Minister Ninurta, ihr Deichgraf Ennugi. Ninschiku-Ea hatte mit ihnen geschworen; Ihre Rede jedoch gab er einem Rohrhaus wieder:
"Rohrhaus, Rohrhaus! Wand, Wand! Rohrhaus, höre, Wand, begreife! Mann von Schuruppak, Sohn Ubara-Tutus! Reiß ab das Haus, erbau ein Schiff, Laß fahren Reichtum, dem Leben jag nach! Besitz gib auf, dafür erhalt das Leben! Heb hinein allerlei beseelten Samen ins Schiff! Das Schiff, welches du erbauen sollst - Dessen Maße sollen abgemessen sein, Gleichgemessen seien ihm Breite und Länge; Du sollst es wie das Apsû bedachen.[
Da ich's verstanden, sprach ich zu EA, meinem Herrn:
"Das Geheiß, Herr, das du mir gegeben, Ich achtete wohl darauf und werde danach tun. Wie antwort ich aber der Stadt, der Bürgerschaft und den Ältesten?[ EEa tat zum Reden den Mund auf Und sprach zu mir, seinem Knecht:
"Du Mann, zu ihnen sollst also du reden: Mir scheint, dass Enlil nichts mehr von mir wissen will; Da darf ich in eurer Stadt nicht mehr wohnen. Darf auf Enlils Boden meine Füße nimmer setzen. So will ich steigen hinab zum Apsû. Dann wohn ich bei meinem Herren EA. Auf euch aber lässt er dann überfluß regnen, Ertrag der Vögel, auch Verborgenes
der Fische! Schenken wird er euch Reichtum und Ernte. Am Morgen wird er Küchlein, Am Abend auf euch einen Weizenregen niedergehen lassen! - [
Kaum dass ein Schimmer des Morgens graute, Versammelt' zu mir sich das Land. Der Zimmermann brachte die Holzpfosten. Der Bootsbauer brachte die Klammern. … die Männer … … das Geheimnis. Das Kind trug herzu das Erdpech. Der Arme … brachte den Bedarf heran.
Ich entwarf seinen Aufriß und stellte es dar: Sechs Böden zog ich ihm ein, In sieben Gescho
Für Schiffsstangen sorgt' ich, legte nieder den Bedarf: Sechs Saren Erdpech goß für den Ofen ich dar. Drei Saren Pech tat ich hin
Schwierig waren … Immer neue Stützhölzer brachten sie oben und unten
, Bis das Schiff zu zwei Dritteln im Wasser schwamm.
Den Zeitpunkt hatte Schamasch mir so angesetzt:
"Am Morgen werde ich Küchlein, am Abend einen Weizenregen niedergehen lassen. Dann tritt hinein ins Schiff und verschließ dein Tor![
Der Zeitpunkt kam herbei: Am Morgen gingen Küchlein nieder, am Abend ein Weizenregen. Des Wetters Aussehn betrachtete ich - Das Wetter war fürchterlich anzusehn.
Kaum dass ein Schimmer des Morgens graute, Stieg schon auf von der Himmelsgründung schwarzes Gew
Vor dieser Sintflut erschraken die Götter, Sie entwichen hinauf zum Himmel des Anu - Die Götter kauern wie Hunde, sie lagern draußen! Es schreit Ischtar wie eine Gebärende, Es jammert die Herrin der Götter, die schönstimmige:
"Wäre doch jener Tag zu Lehm geworden. Da ich in der Schar der Götter Schlimmes geboten! Wie konnte in der Schar der Götter ich Schlimmes gebieten. Den Kampf zur Vernichtung meiner Menschen gebieten! Erst gebäre ich meine lieben Menschen. Dann erfüllen sie wie Fischbrut das Meer![
Die Anunnaki-Götter klagen mit ihr. Die Götter … sitzen da und weinen; Die verdorrten Lippen nehmen … -Speisen.
Wie nun der siebente Tag herbeikam, Schlug plötzlich nieder der Orkan die Sintflut, den Kampf, Nachdem wie ein
Der Berg Nißir erfaßte das Schiff und ließ es nicht wanken; Einen Tag, einen
Da ließ ich hinausgehn nach den vier Winden; ich brachte ein Opfer dar, Ein Schüttopf er spendete ich auf dem Gipfel des Berges: Sieben und abermals sieben Räuchergefäße stellte ich hin, In ihre Schalen schüttete ich Süßrohr, Zedernholz und Myrte.
Gilgamesch sprach zu ihm, zum fernen Utnapischtim: Sowie der Schlaf auf mich niederquoll, Hast du alsbald mich angerührt und mich aufgestört!
Utmapischtim sprach zu ihm, zu Gilgamesch: Auf, zähle, Gilgamesch, zähl deine Brote! Was auf der Wand eingezeichnet ist, möge dir kund werden! Dein Brot ist ganz trocken, dein erstes. Das zweite kaum noch genießbar, das dritte noch feucht. Das vierte ward weiß - dein Röstb
Gilgamesch sprach zu ihm, zu Utnapischtim: Ach, wie soll ich handeln, wo soll ich hingehn? Da der Raffer das Innere mir schon gepackt hat! In meinem Schlafgemach sitzt der Tod, Selbst wenn ich den Fuß an einen Ort des Lebens setzen will: auch da ist der Tod!
Utnapischtim sprach zu ihm, zum Schiffer Urschanabi: Urschanabi, der Landeplatz mißachte dich. Die übergangsstelle verschmähe dich! Der du einhergingst an seiner Küste, Entbehre nun seiner Küste!
Der Mensch, den du hergeführt - Von Schmutz ist befangen sein Leib. Die Schönheit seiner Glieder haben Felle entstellt. Nimm ihn, Urschanabi, bring ihn zum Waschort, dass er wasche mit Wasser seinen Schmutz - wie Schnee! Seine Felle werfâ€� er ab, dass das Meer sie entführe! Sein schöner Leib werde überspült! Seines Hauptes Binde werde erneuert! Ein Gewand zieh' er an, das seiner Würde gäl;ß ist! Bis dass er kommt zu seiner Stadt, Bis er gelangt auf seinen Weg, Werde nicht grau sein Gewand, neu bleib' es, neu!
Es nahm ihn Urschanabi, bracht' ihn zum Waschort, Er wusch mit Wasser seinen Schmutz - wie Schnee! Seine Felle warf er ab, dass das Meer sie entführte, Sein schöner Leib wurde überspült. Seines Hauptes Binde wurde erneuert, Ein Gewand zog er an, das seiner Würde gemäß war. Bis dass er komme zu seiner Stadt, Bis dass er gelange auf seinen Weg, Sollt' es nicht grau werden, neu sollt' es bleiben, neu!
Gilgamesch und Urschanabi stiegen ins Schiff. Das Schiff setzten sie ein, und sie fuhren dahin.
Seine Gattin sprach zu ihm, zum fernen Utnapischtim: Gilgamesch kam, hat sich abgemüht, abgeschleppt - Was solltest du ihm geben, dass er kehrt in die Heimat?
Er aber, Gilgamesch, hob die Schiffsstange, Brachte das Schiff ans Ufer heran.
Utnapischtim sprach zu ihm, zu Gilgamesch: Du, Gilgamesch, kamst, hast dich abgemüht, abgeschleppt - Was soll ich dir geben, dass du kehrst in die Heimat?
Ein Verborgenes, Gilgamesch, will ich dir enthüllen, Und ein Unbekanntes will ich dir sagen: Es ist ein Gewächs, dem Stechdorn ähnlich, Wie die Rose sticht dich sein Dorn in die Hand. Wenn dies Gewächs deine Hände erlangen, Findest du das Leben!
Kaum hatte Gilgamesch dieses gehört, grub er einen Schacht. Da band er schwere Steine an die Füße, Und als zum Apsû sie ihn niederzogen. Da nahm er's Gewächs, ob's auch stach in die Hand, Schnitt ab von den Füßen die schweren Steine, dass ihn die Flut ans Ufer warf.
Gilgamesch sprach zu ihm, zum Schiffer Urschanabi: Urschanabi, dies Gewächs ist das Gewächs gegen die Unruhe. Durch welches der Mensch sein Leben erlangt! Ich will's bringen nach Uruk-Gart, es dort zu essen geben und dadurch das Gewächs erproben! Sein Name ist "Jung wird der Mensch als Greis[ Ich will davon essen, dass mir wiederkehre die Jugend.
- Nach zwanzig Doppelstunden nahmen sie einen Imbiß ein, Nach dreißig Doppelstunden schickten sie sich zur Abendrast.
Da Gilgamesch einen Brunnen sah, dessen Wasser kalt war, Stieg er hinunter, sich mit dem Wasser zu waschen. Eine Schlange roch den Duft des Gewächses. Verstohlen kam sie herauf und nahm das Gewächs; Bei ihrer Rückkehr warf sie die Haut ab!
Zu der Frist setzte Gilgamesch weinend sich nieder, über sein Antlitz flossen die Tränen: Ach, rate mir doch, Schiffer Urschanabi! Für wen, Urschanabi, mühten sich meine Arme? Für wen verströmt mein Herzblut? Nicht schafft' ich Gutes mir selbst - Für den Erdlöwen wirkte ich Gutes! Jetzt steigt zwanzig Doppelstunden weit die Flut, Und ich ließ, als den Schacht ich grub, das Werkzeug fallen! Welches könnte ich finden, das an meine Seite ich legte? Wäre ich doch zurückgewichen und hätte das Schiff am Ufer gelassen!
Nach zwanzig Doppelstunden nahmen sie einen Imbiß ein, Nach dreißig Doppelstunden schickten sie sich zur Abendrast.
[mit der elften Tafel endet vermutlich das Epos, denn die letzen Verse nehmen den Anfang der Tafel wieder auf]
Tafel
[Die zwölfte Tafel ist vermutlich ein Anhang. Hier lebt Enkidu noch, obwohl bereits am Ende der siebten Tafel sein Tod berichtet wird]
[Zu Beginn spricht Gilgamesch: ]
Hätte ich doch heute die Trommel im Hause des Zimmermanns gelassen! Die Gattin des Zimmermanns hätte meiner leiblichen Mutter gleich … . Die Tochter des Zimmermanns hätte wie meine jüngere Schwester. Heute ist die Trommel mir in die Erde gefallen. Die Trommelstöcke sind mir in die Erde gefallen. Enkidu antwortete dem Gilgamesch:
Mein Herr, warum weinst du, warum ist dein Herz so traurig? Die Trommel aus der Erde werde ich holen. Die Trommelstöcke aus der Unterwelt werde ich holen!
Gilgamesch antwortet dem Enkidu: Wenn du in die Unterwelt hinabsteigen willst. Dann musst du meinen Rat dir gut zu Herzen nehmen: Ein reines Gewand darfst du nicht anziehen; Sonst erkennen sie, dass du (dort) ein Fremder bist! Darfst dich mit gutem öl aus der Büchse nicht salben - Sonst scharen sie sich zu dir, sobald sie es
nt er bitterlich.
Den, der zwei Söhne zeugte, sahst du ihn?
- Ja, ich sah: Auf zwei Ziegeln sitzt er und ißt das
ser.
Den, der vier Söhne zeugte, sahst du ihn?
- Ja, ich sah: Gleich einem, der vier Esel anspannen
eitsbereit, wie es recht ist, tritt er in den Palast ein.
Den, der sechs Söhne zeugte, sahst du ihn?
-Ja, ich sah: Einem Landmann gleich ist sein Herz freudig.
Den, der sieben Söhne zeugte, sahst du ihn?
- Ja, ich sah: Als ein jüngerer Bruder der Götter sitzt er auf dem Stuhl und lauscht den Glückwünschen.
Den, der keinen Erben hatte, sahst du ihn?
- Ja, ich sah: Gleich einem … ißt er das Brot; Wie ein schönes Gottesemblem Einem unerfahrenen Arbeitsaufseher gleich verkriecht er sich in den Winkel!
Die Frau, die nie gebar, sahst du sie?
- Ja, ich sah: Einem … - Gefäß gleich ist sie gewaltsam zu
chst du ihm, er aber weint sehr über dieses Seil!
Die junge Fra
ner Mutter rief, durch Herausziehen des Pflocks …
Der einen sehr frühen Tod starb, sahst du ihn?
- Ja, ich sah: An nächtlicher Schlafstatt ruht er,
Der getötet ist in der Schlacht, sahst du den?
- Ja, ich sah: Sein Vater und seine Mutter halten sein Haupt, Sein Weib weint über ihn.
-.
Dessen Leichnam man in die Steppe warf, sahst du den?
- Ja, ich sah: Sein Geist ist ruhelos auf der Erde.
Dessen Geist keinen Pfleger hat, sahst du den?
- Ja, ich sah: Ausgewischtes aus dem Topf, auf die Straße geworfene Bissen muss er essen.
[] Abschnitt zum Ergänzen der Zeilen bis aus Abschnitt V
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